
Woran erkennt man Hellsichtigkeit?
Das ist die Frage, die mir Leser am häufigsten schreiben. Meistens steht dahinter eine Erfahrung, über die derjenige mit niemandem spricht.
Ich sage gleich zu Anfang, was du hier nicht bekommst: eine Liste mit fünf Anzeichen, nach deren Abhaken du hellsichtig bist. Solche Listen gibt es im Netz reichlich, und sie sind unseriös. Sie treffen auf fast jeden zu, weil sie so gebaut sind.
Was ich dir geben kann, ist etwas anderes: was Menschen mir tatsächlich berichten, und was davon auch eine harmlose Erklärung hat.
Was Menschen beschreiben
Vier Dinge kommen immer wieder vor.
Ein Ort, der vertraut wirkt. Man kommt irgendwo zum ersten Mal an und weiß, wo der Weg weitergeht. Oder eine Gegend fühlt sich an wie Heimat, obwohl man nie dort war.
Ein Mensch, den man zu kennen glaubt. Nicht verliebt, nicht sympathisch, sondern bekannt. Vom ersten Augenblick an und ohne Anlass.
Eine Angst ohne Ursache. Vor Wasser, vor Enge, vor Feuer, vor etwas, das im eigenen Leben nie vorgekommen ist.
Ein Wissen, das zu früh kommt. Man denkt an jemanden, und dann ruft er an. Man hat ein ungutes Gefühl, und es trifft ein.
Was davon auch anders erklärbar ist
Und jetzt der Teil, den die Listen weglassen.
Für den vertrauten Ort gibt es eine nüchterne Erklärung: Unser Gedächtnis speichert mehr, als uns bewusst ist. Ein Bild in einer Zeitschrift, eine Einstellung in einem Film, eine Erzählung aus der Kindheit. Beim Déjà-vu kommt hinzu, dass das Gehirn einen Eindruck gelegentlich doppelt verarbeitet, und das fühlt sich an wie Erinnerung.
Das Wissen, das zu früh kommt, hat ein Zählproblem. Du denkst an hundert Menschen, einer ruft an, und an diesen einen erinnerst du dich. Die neunundneunzig anderen vergisst du. Ich habe Physik studiert, deshalb kann ich diesen Einwand nicht wegschieben.
Ängste ohne erkennbaren Anlass sind außerdem ein Thema, mit dem sich Psychologie und Psychotherapie seit Langem befassen, und zwar erfolgreich. Wenn dich eine Angst im Alltag einschränkt, gehört sie dorthin und nicht zu mir.
Keines dieser Erlebnisse beweist also etwas. Das heißt nicht, dass es nichts ist. Es heißt, dass du es nicht beweisen kannst, und das ist ein Unterschied.
Was mir selbst passiert ist
Ich hatte jahrelang Ahnungen, die zutrafen, und Bilder ohne Anlass. Ich konnte nichts damit anfangen und habe mit niemandem darüber gesprochen.
Ich habe gelesen, Techniken ausprobiert, über lange Zeit meditiert. Und es geschah nichts. Nicht wenig, sondern nichts.
Angefangen hat es erst 2023 in einer Reiki-Ausbildung, und zwar nicht in einer Übung, sondern einfach so, während ich jemandem die Hände auflegte. Was dann kam, war nicht mehr zu verwechseln: Bilder mit Einzelheiten, die zu einem fremden Menschen gehörten und nicht zu mir. Meine Geschichte steht ausführlich auf einer eigenen Seite.
Deshalb bin ich vorsichtig, wenn jemand mir von Ahnungen erzählt. Ich habe selbst nicht gewusst, ob es etwas ist, und ich habe es erst gewusst, als es nicht mehr zu übersehen war.
Kann ich dir sagen, ob du hellsichtig bist?
Nein, und ich halte jeden für unseriös, der das behauptet.
Ich kann in einer Sitzung wahrnehmen, was deine Seele zeigt. Ich kann nicht beurteilen, ob das, was du erlebst, Hellsichtigkeit ist. Dafür müsste ich in dir sein, und da bin ich nicht.
Was ich dir sagen kann: Das Versprechen, jeder könne es lernen, halte ich für zu groß. Theoretisch mag die Anlage in jedem stecken. Praktisch liegen dazwischen Jahre, in denen nichts passiert und niemand sich dafür interessiert, ob du weitermachst.
Was ich raten würde
Wenn es dich zieht: Fang mit Meditation an, ohne Erwartung. Warum das für mich die Vorstufe ist, habe ich getrennt aufgeschrieben.
Und erwarte nicht, dass sich nach ein paar Wochen etwas zeigt. Bei mir hat es Jahre gedauert. Wenn nie etwas kommt, hast du trotzdem Ruhe gewonnen, und die ist für die meisten Menschen das Wertvollere von beidem.
Wenn du darüber sprechen willst und selbst wahrnimmst und damit arbeitest, gibt es bei mir einen Erfahrungsaustausch. Der ist allerdings nicht für Anfänger gedacht, und ich bilde niemanden aus.
Zuletzt überarbeitet am von Justin Jernoiu
Was mich am häufigsten gefragt wird
Gibt es eine Liste, an der ich das erkennen kann?
Ist ein Déjà-vu ein Zeichen für Hellsichtigkeit?
Kannst du mir sagen, ob ich hellsichtig bin?
Was rätst du jemandem, der etwas wahrnimmt?
Lass uns zuerst sprechen
Vor jeder ersten Begegnung steht ein ausführliches Telefongespräch. Darin erkläre ich dir das ganze HELLKI-Konzept, du fragst mich alles, was du wissen willst - und wir beide spüren, ob es zwischen uns passt.
Das Gespräch ist kostenlos und verpflichtet keinen von uns zu irgendetwas.
Meine HELLKI-Anwendungen ersetzen nicht die Betreuung durch Heilpraktiker oder Arzt. Es werden keine Heilversprechen abgegeben und keine Diagnosen im medizinischen Sinne gestellt.