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HELLKI - Hellsichtigkeit und Reiki
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Ich habe Physik studiert. Und ich sehe frühere Leben.
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Ich habe Physik studiert. Und ich sehe frühere Leben.

Gedanke  ·   ·  von Justin Jernoiu

Diese beiden Sätze passen nicht zusammen. Und ich lebe trotzdem mit ihnen, jeden Tag.

Ich habe Physik studiert, aber unterwegs hat mich etwas anderes gepackt: das Unternehmertum. Geblieben ist die Art zu denken, und die wird man nicht mehr los.

Ein Physiker sucht nach Ursachen. Er fragt: Warum? Er misst, prüft, verwirft. Was sich nicht erklären lässt, hat einen Grund, den man noch nicht gefunden hat.

Und dann lege ich meine Hände auf einen fremden Menschen und sehe eine Stadt, die es seit tausend Jahren nicht mehr gibt.

Ich bin damit nicht aufgewachsen

Das ist wichtig, damit du mich richtig verstehst: Ich habe diese Gabe nicht von Geburt an. Ich war kein Kind, das Dinge sah, die andere nicht sehen. Es gab keine Großmutter, die es auch konnte, keine Familiengeschichte, in die ich hineinwuchs.

Es kam vor wenigen Jahren. Von einem Moment auf den anderen.

Für mich ist das also genauso neu wie für dich. Ich bin nicht der Weise, der seit Jahrzehnten in dieser Welt zu Hause ist und sie dir jetzt erklärt. Ich bin jemand, der vor kurzem eine Tür geöffnet hat und immer noch fassungslos davorsteht.

Ich bin jedes Mal erstaunt

Und zwar wirklich jedes Mal. Nicht nur am Anfang.

Bei jeder Sitzung gibt es diesen Augenblick, in dem etwas kommt - ein Bild, ein Satz, ein Gefühl - und ein Teil von mir denkt: Da ist es schon wieder. Ich sehe etwas. Ich höre etwas. Und es hat nicht das Geringste mit meinem Leben zu tun.

Das ist der Punkt, an dem ich nicht mehr weiterkomme. Denn es passt nicht zu mir. Es passt zu dem Menschen, der vor mir liegt. Zu seiner Geschichte, seinen Verletzungen, seinen Sehnsüchten. Nicht zu meinen.

Wäre es Einbildung, müsste sie aus mir kommen. Und dann müsste sie nach mir schmecken.

Wissenschaftlich gibt es das nicht

Ich will da gar nicht herumreden: Es gibt keine Erklärung für das, was ich tue. Keine Messung, kein Modell, keine Theorie, die das abbildet.

Und es ist trotzdem da.

Das ist ein Widerspruch in sich, und ich habe ihn bis heute nicht aufgelöst. Deshalb gehören Zweifel zu meinem Alltag - vor allem nach einer Sitzung, wenn ich allein bin und das Erlebte noch einmal durchgehe.

Ich habe aufgehört, mich dafür zu schämen. Wer über solche Dinge spricht, ohne je zu zweifeln, hat entweder nie hingeschaut oder er verkauft dir etwas.

Was der Zweifel mit mir macht

Er lähmt mich nicht. Er macht mich genau.

Zwei Dinge sind mir dadurch heilig geworden, und beide haben mit Sauberkeit zu tun.

Erstens: der MIORI-Zustand, peinlich genau

Bevor irgendetwas geschieht, muss ich weg. Alles, was mir gehört, wird beiseitegeschoben: meine Gedanken, meine Stimmung, meine Vermutungen über dich, mein angelesenes Wissen. Ich nenne diesen Zustand MIORI - keine Gedanken.

Und erst wenn er wirklich da ist, kommt der nächste Schritt: die Suche nach deiner Seele.

Ein anderer würde vielleicht schummeln, wenn es nicht gleich klappt. Ich aber nicht! Denn wenn ich mir selbst beweisen will, dass das hier echt ist, dann darf an dieser Stelle nichts von mir übrig sein. Sonst kann ich am Ende nicht mehr unterscheiden, was ich gesehen und was ich mir gedacht habe.

Der Zweifel ist also nicht mein Feind. Er ist meine Qualitätskontrolle.

Zweitens: ich deute nichts

Ich erzähle dir alles, was ich gesehen habe. Wirklich alles - auch das, womit ich selbst nichts anfangen kann. Aber ich sage dir nicht, was es bedeutet.

Die Verbindung zwischen einem Bild und deinem Leben musst du selbst herstellen. Nur du kennst die Geschichte, in die es gehört. Würde ich deuten, legte ich meine Vermutung über deine Wahrheit - und du würdest sie mir womöglich glauben.

Ich bin nur die Brücke zwischen den Welten. Der Überbringer von Nachrichten.

Das ist weniger, als manche erwarten. Und es ist das Einzige, was ich verantworten kann.

Manchmal quält es mich

Ich will ehrlich sein: Es gibt Tage, da zerrt dieser Widerspruch an mir. Der Physiker in mir und der Hellsichtige in mir sitzen an einem Tisch und sprechen nicht dieselbe Sprache. Zwei Teile eines Menschen, die nicht zusammenfinden.

Aber genau das treibt mich weiter. Wäre alles erklärt, gäbe es nichts mehr zu suchen. So aber tauche ich mit jeder Sitzung ein Stück tiefer, sammle ein Stück mehr, verstehe ein wenig mehr - und stelle dabei manchmal fest, dass ich vorher falsch lag.

Das ist unbequem. Es ist auch das Ehrlichste, was ich anzubieten habe.

Deshalb nur meine eigenen Erfahrungen

Von Anfang an habe ich mich entschieden, nur auf das zu bauen, was ich selbst erlebe. Ich vermische es nicht mit den Erfahrungen anderer und schon gar nicht mit dem, was gerade angesagt ist.

Warum das so wichtig ist, habe ich in einem eigenen Beitrag beschrieben. Und wie schwer es ist, echte Wahrnehmung von der eigenen Fantasie zu trennen, erkläre ich an anderer Stelle und in diesem Video.

Was das für dich heißt

Wenn du überlegst, ob du dich auf so etwas einlassen willst, dann ist ein zweifelnder Hellsichtiger vielleicht genau der richtige.

Denn ich werde dir nichts einreden. Ich prüfe mich selbst strenger, als du es je könntest. Und wenn nichts kommt, sage ich dir das - statt die Lücke mit etwas Schönem zu füllen.

Der Zweifel schützt uns beide. Mich davor, mir etwas vorzumachen. Und dich davor, mir etwas zu glauben, das ich nicht gesehen habe.

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Meine HELLKI-Anwendungen ersetzen nicht die Betreuung durch Heilpraktiker oder Arzt. Es werden keine Heilversprechen abgegeben und keine Diagnosen im medizinischen Sinne gestellt.