
Gedanke · · von Justin Jernoiu
Wer im Netz nach Hellsehen sucht, findet Tische voller Gegenstände. Karten, Pendel, Runen, Kugeln. Bei mir liegt nichts auf dem Tisch. Es gibt nicht einmal einen Tisch.
Das ist keine Geringschätzung. Diese Werkzeuge haben eine lange Geschichte, und Menschen finden damit Zugang zu etwas, das sie sonst nicht erreichen. Nur brauche ich sie nicht - und ich könnte auch gar nichts damit anfangen.
Was ein Werkzeug leistet
Ein Pendel schlägt aus, eine Karte liegt so oder anders. Das Ergebnis muss gedeutet werden, und die Deutung folgt einem System, das jemand vor langer Zeit aufgeschrieben hat. Der Turm bedeutet dieses, die Hohepriesterin jenes.
Das kann treffen. Aber es ist immer die Antwort des Systems auf deine Frage - nicht eine Antwort, die es nur für dich gibt.
Was bei mir stattdessen geschieht
Ich lege die Hände auf, die Energie beginnt zu fließen, und dann verschwinde ich - so gut es geht. Meine eigenen Gedanken, meine Vermutungen über dich, alles, was ich zu wissen glaube, muss weg. Das ist der schwerste Teil der Sitzung und der einzige, den ich wirklich üben kann. Ich nenne diesen Zustand MIORI. Warum er ohne Meditation nicht zu erreichen ist, steht in Meditation und Hellsichtigkeit.
Was danach kommt, steht in keinem Buch. Eine Werkstatt, von der ich weiß, wie sie riecht. Ein Gesicht, das mich ansieht. Ein Weg, der irgendwohin führt. Ich stehe mitten drin, ich kann die Wesen dort ansprechen und bekomme Antworten - manchmal als Worte, häufiger als ein Gefühl, das keinen Zweifel lässt.
Nichts davon kann ich nachschlagen. Es entsteht in diesem einen Augenblick und gilt nur für dich.
Und noch etwas liegt nicht auf dem Tisch: Hypnose. Du bleibst die ganze Zeit wach, in Trance gehe ich. Warum das der wichtigste Unterschied zu einer Rückführung ist, steht in Nein, ich hypnotisiere dich nicht.
Der Preis dafür
Diese Ehrlichkeit hat eine Kehrseite, und die sollst du kennen: Ich kann dir nichts versprechen. Was ich alles nicht kann, steht in einem eigenen Beitrag. Wer die Karten legt, bekommt immer ein Bild - es liegt ja etwas da. Bei mir kann es sein, dass sich nichts zeigt.
Ich halte das trotzdem für den besseren Weg. Lieber sage ich dir „heute kam nichts“, als dir etwas zu deuten, das ich mir zurechtgelegt habe. Was ich dir erzähle, habe ich gesehen. Sonst erzähle ich es nicht.
Warum ich das so streng halte, steht in Ich erzähle nur, was ich selbst gesehen habe - und warum der Zweifel für mich dazugehört, in Ich habe Physik studiert.
Weiterlesen

Warum Treffer kein Beweis sind
Ich sehe Dinge, die stimmen. Manchmal wird mir dabei selbst kalt. Und trotzdem beweist kein einziger Treffer irgendetwas - hier steht, warum.

Hellsichtigkeit oder Cold Reading?
Cold Reading ist erlernbar und funktioniert verblüffend gut. Ich kann nicht beweisen, dass ich es nicht tue. Was ich stattdessen tue, damit es nicht passiert.

Was Hellsichtigkeit nicht kann
Keine Lottozahlen, keine Diagnosen, keine Vermissten, nichts auf Bestellung. Wo meine Grenzen liegen - und warum ich nur für mich spreche.
Was sagst du dazu?
Zu diesem Beitrag hat noch niemand geschrieben. Sei der erste - ich lese jede Zeile selbst.
Soll ich dir Bescheid geben, wenn es etwas Neues gibt? Neuer Beitrag, neues Video, neuer Gedanke. Höchstens ein paar Mal im Jahr.
Lass uns zuerst sprechen
Vor jeder ersten Begegnung steht ein ausführliches Telefongespräch. Darin erkläre ich dir das ganze HELLKI-Konzept, du fragst mich alles, was du wissen willst - und wir beide spüren, ob es zwischen uns passt.
Das Gespräch ist kostenlos und verpflichtet keinen von uns zu irgendetwas.
Meine HELLKI-Anwendungen ersetzen nicht die Betreuung durch Heilpraktiker oder Arzt. Es werden keine Heilversprechen abgegeben und keine Diagnosen im medizinischen Sinne gestellt.